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Missverständnis I: Trainings & Workshops erzielen keine nachhaltige Verbesserung

Vor ein paar Wochen saß ich mit einem Werksleiter zusammen, der mir stolz seine Roadmap für nächstes Jahr zeigte: mehrere Workshops, Trainings, interne & externe Lean-Experten – ein sauber getaktetes Programm.

Meine erste Frage war nicht „Was steht drin?“, sondern: „Und was passiert am Montag danach, wenn der Experte weg ist?“

Stille.

Der blinde Fleck – Die Alltagsfalle

Ein blinder Fleck, den ich in fast jedem zweiten Neustart sehe: Workshops fühlen sich nach Fortschritt an, weil etwas passiert – Themen werden angegangen, Veränderungen am Shopfloor umgesetzt, Leistung vermeintlich gesteigert. Aber das, was hier passiert, wirkt kaum im Alltag.

Nachhaltige Verbesserung entsteht nicht durch das Verbesserungs-Event, sondern durch das, was danach im Alltag hängen bleibt:
– Wer sorgt dafür, dass das Neue im Alltag eingehalten wird?
– Wie werden die Probleme erkannt?
– Wer ist vor Ort und unterstützt?

Der Grund, warum das meiste davon nach vier Wochen wieder verpufft, ist banal: Im Alltag gewinnt automatisch die alte Routine – nicht weil sie besser ist, sondern weil sie ein Automatismus ist und bisher ja auch geklappt hat. Das Neue hat schlicht keinen Verteidiger, niemanden, der hilft, aus den alten Autobahnen auszubrechen.

Vom Event zur täglich gelebten Normalität

Das ist wie mit Sport: Wer sportlich sein möchte – oder gar Leistungssport betreibt –, trainiert nicht einmal im Monat. Je höher der Anspruch, desto regelmäßiger und öfter muss trainiert werden, bis es fester Bestandteil des Alltags wird. Genau daran hakt es bei den meisten Initiativen.

Genau das ist der Unterschied zwischen einem Event – also einem Workshop oder einem Training – und dem Alltag: nicht ob im Workshop jemand drauf schaut, sondern ob im Alltag die verantwortliche Führungskraft sich den neuen Prozess anschaut, ihn einfordert und unterstützt, wenn ein Problem auftritt.

Egal ob Standard, Shopfloor-Board oder Ein-Stück-Fluss: Wenn es niemand einfordert, ist es in zwei Wochen tot. Um das zu verhindern braucht es Transparenz, so dass beispielsweise der Meister morgens fünf Minuten vor Ort ist, sich den neuen Prozess selbst anschaut und die Mitarbeiter fragt, ob sie damit zurechtkommen oder Unterstützung brauchen.

Ohne diese Verbindung ist jeder noch so gute Workshop am Ende nur eine teure Unterbrechung des Tagesgeschäfts. Und genau hier zeigt sich, dass ein Prozess nie „besser“ sein kann als die verantwortliche Führungskraft.

Genau das ist der grund, warum wir unseren NEW LEARNING Ansatz entwickelt haben. Er hilft jedem – SOFORT, INDIVIDUELL & FLEXIBEL.

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